Fr | 17.03.23

Aki Takase

Japanic

Seit ihrem Debütalbum vor etwas mehr als 40 Jahren hat die in Japan geborene, in Berlin lebende und heute siebzigjährige Pianistin Aki Takase in einer erstaunlichen Vielfalt von Kontexten und Besetzungen gespielt und komponiert – eine Tatsache, die an sich für ihre außergewöhnliche Tiefe spricht.

Ein neues und aufregendes Quintett der legendären Pianistin und Komponistin Aki Takase, das zeigt, dass sie nichts von ihrer Dynamik, Spielfreude und Spaß verloren hat! Mit ihrem jungen Kollegen Daniel Erdmann am Saxophon, DJ Illvibe aka Vincent von Schlippenbach an den Turntables, Johannes Fink am Bass und Dag Magnus Narvesen am Schlagzeug hat sie sich profunde und experimentierfreudige Musiker an ihre Seite geholt, um neue musikalische Welten zu bereisen. Kein „funny smelling Jazz“, aber eine Tour de Force mit neuen und aufregenden Kompositionen, von denen jeder etwas beigesteuert hat. Jazz, der alle Generationen anspricht und so manch junger Band das Fürchten lehrt! Das erste Wort, das sich angesichts dieser Musik unschwer anbietet, ist „vergnügt“. Diese Musik ist von einer ungemein jugendlich anmutenden, ansteckenden Lebensfreude. Aki Takases Sprache auf dem Klavier ist seit jeher von poetischer Wollust und forscher Eleganz, stets sehr perkussiv und mit vielen Wechseln von Tempo und Dynamik. Sie versteht es, Neugier auf kurzen Wegen in Töne und Rhythmen zu übersetzen. Es sind vergnügliche, lebensstrotzende Großstadt Puzzles, die nicht den Ansatz von Routine erkennen lassen. Selten zuvor war die japanische Berlinerin so gut.

Die Pianistin Aki Takase bekam 2021 den Albert-Mangelsdorff-Preis für ihr Lebenswerk und außergewöhnliche Verdienste für den deutschen Jazz. Wir gratulieren nachträglich.

Aki Takase war bereits vor vielen Jahren einmal bei ODEON zu Gast. Wir freuen uns sehr, dass sie heute wieder bei uns für Sie spielt.

Aki Takase – piano
Daniel Erdmann – sax
DJ Illvibe aka Vincent von Schlippenbach – turntables
Johannes Fink – bs
Dag Magnus Narvesen – dr

Foto: Dirk Bleicker

Apéro für Wissensdurstige
No funny smelling Jazz
Koop.: Referat Kultur